Der Hochrhein

Fitzcaraldo...........

Das Kraftwerk Albdruck-Dogern hielt zum Glück keine unangenehme Überraschung für mich bereit, aber einen langen, langen Rollenweg.
Das Umtragen damit ist aber kein Problem. Ich kam mir vor, wie Klaus Kinski in "Fitzgeraldo", fast hätte ich auch noch
Opernarien dabei geschmettert.
Nach zehn Kilometern sah ich schon die Siluette von Laufenburg vor mir auftauchen.


Laufenburg, eine Stadt in zwei
Ländern

Auf Laufenburg hatte ich mich sehr gefreut, seit ich in einem alten Buch S/W Photos der Rheinfront gesehen habe, wollte ich mir das Städtchen besuchen.
Laufenburg ist durch eine Laune des "Wiener Kongresses" in eine deutsche und eine schweizer Seite geteilt und liegt malerisch links und rechts über dem Rhein.
Der Name "Laufenburg" kommt von

"Lauffen" was eine Schnelle im Strom bedeutet.
Stromschnellen gibt es hier nun nicht mehr,
Die Felsen im Fluß wurden gesprengt und das starke Gefälle durch ein Kraftwerk aufgefangen und genutzt.
Nach meinem Stadtrundgang genoß ich den herrlichen Ausblick und den hervorragenden Wein im "
Hotel zum Rebstock", von dessen Rheinterrasse man Fluß und Stadt überblicken kann.
Auf schwyzer Seite waren deutlich weniger Leute unterwegs, der hohe Frankenkurs und die offene Grenze trieben selbst die Schweizerischen Laufenburger auf die deutsche Seite.
Überall konnte ich Flugblätter der Schweizer Geschäftleute sehen, die Hilfe forderten.
Man sah hier auch keine Plakate gegen den EU--Beitritt der Eidgenossenschaft, wie sonst überall.
Auf deutscher Seite waren alle zufrieden so, wie es ist.
„Tja, was dem eine' sin Uhl, is' dem annern seyn Nachtigall....."
Am späten Nachmittag ging es weiter. Ein kurzer Blick noch auf die Rheinfront und schon habe ich das Kraftwerk „Laufenburg" vor mir.
Den im Kanuführer beschriebenen Rollenweg, habe ich nicht gefunden, also schob ich mein Boot mit dem Bootswagen den ausgewiesenen Weg entlang. 
 

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